Teebaumöl ist das ätherische Öl des australischen Teebaums Melaleuca alternifolia.1 In der EU ist es traditionell anerkannt bei kleinen Wunden, Insektenstichen, kleinen Furunkeln und leichter Akne sowie bei Juckreiz durch leichten Fußpilz.2 Auf die Haut kommt es verdünnt, wie das geht, zeige ich dir beim richtigen Verdünnen.
Wenn ich das kleine Fläschchen aus meinem Holzkasten aufschraube, riecht es sofort herb und würzig. Ein bisschen nach Apotheke, ehrlich gesagt, und genau das mag ich daran. Unten findest du alle Anwendungsgebiete auf einen Blick, was die Studien zeigen und wie du australisches Teebaumöl im Alltag hautfreundlich einsetzt.
Das Wichtigste in Kürze
- Teebaumöl wird aus Blättern und Zweigspitzen des australischen Teebaums destilliert.1
- Traditionell anerkannt ist es für kleine Hautstellen wie Mückenstiche, Schrammen und leichte Akne.2
- In Studien mit Menschen besserten sich Pickel, Fußpilz und Schuppen mit Teebaumöl-Produkten.3, 6, 8
- Auf die Haut kommt es verdünnt, im Gesicht greifst du am besten zu fertiger Pflege.5, 13
- Teebaumöl ist nicht zum Einnehmen gedacht, Arzneimittel damit gibt es ab zwölf Jahren.2, 16
Wofür ist Teebaumöl gut? Die Anwendungsgebiete auf einen Blick
Wofür ist Teebaumöl gut? Für so einiges, vor allem rund um die Haut. Die Europäische Arzneimittelagentur nennt eine Reihe traditioneller Anwendungsgebiete von Teebaumöl, und für manche gibt es zusätzlich Studien am Menschen.2 In der Tabelle siehst du auf einen Blick, wo das Öl zu Hause ist, wo du besser zu etwas anderem greifst und wo du mehr zum Thema findest.
| Anwendungsgebiet | Was dafür spricht | Gut zu wissen | Mehr dazu |
|---|---|---|---|
| Pickel und leichte Akne | Traditionell anerkannt, Studie mit 124 Personen.2, 3 | In der Studie langsamer als Benzoylperoxid, dafür mit weniger Nebenwirkungen.3 | Teebaumöl bei Pickeln |
| Juckreiz bei leichtem Fußpilz | Traditionell anerkannt, Studie mit 158 Personen.2, 6 | Deutlich mehr Besserungen als mit Placebo.6 | Teebaumöl bei Fußpilz |
| Nagelpilz | Studie mit 117 Personen: Das Nagelbild besserte sich ähnlich oft wie mit Clotrimazol.7 | Ganz pilzfrei wurden in beiden Gruppen nur wenige.7 | Teebaumöl bei Nagelpilz |
| Schuppen und Kopfhaut | Placebokontrollierte Studie mit 126 Personen und einem Teebaumöl-Shampoo.8 | Gemeint ist ein fertiges Shampoo.8 | Teebaumöl für Haare und Kopfhaut |
| Kleine Wunden, Insektenstiche, kleine Furunkel | Traditionell anerkannt.2 | Für kleine, oberflächliche Stellen gedacht.2 | Anwendung weiter unten |
| Leichte Entzündungen der Mundschleimhaut | Traditionell anerkannt.2 | Dafür gibt es Arzneimittel aus der Apotheke.2 | Teebaumöl im Mund |
| Warzen, Herpes, Neurodermitis | Gehören nicht zu den Anwendungen, die die EU aufführt.2 | Was es dazu gibt, liest du in den Spezialbeiträgen. | Warzen, Herpes, Neurodermitis |
| Intimbereich | Gehört nicht zu den anerkannten Anwendungen.2 | Schleimhäute reagieren empfindlich, bei Beschwerden hilft die Frauenarztpraxis.21 | – |
| Erkältung | Ein eigenes Thema mit eigenem Beitrag. | – | Ätherische Öle bei Erkältung |
„Traditionell anerkannt“ klingt amtlich, und das ist es auch: Die EU stützt sich dabei auf die jahrzehntelange Erfahrung mit dem Öl, nicht auf Studien wie bei einem neu zugelassenen Arzneimittel.2 Wo zusätzlich Studien am Menschen vorliegen, steht das in der Tabelle: 124 Personen bei Akne, 158 bei Fußpilz, 117 bei Nagelpilz und 126 bei Schuppen.3, 6, 7, 8
Spannend finde ich, wie unterschiedlich diese Studien aufgebaut sind. Bei den Pickeln trat ein fertiges Gel gegen ein klassisches Aknemittel an.3 Bei den Schuppen war es ein Shampoo, das täglich ein paar Minuten einwirken durfte.8 Und beim Nagelpilz brauchten beide Gruppen viel Geduld, über sechs Monate hinweg.7 Die Ergebnisse im Einzelnen stehen weiter unten bei der Wirkung.
Was ist Teebaumöl? Herkunft und Inhaltsstoffe
Was ist Teebaumöl eigentlich genau? Hinter dem kleinen Fläschchen steckt ein Baum aus Australien: Melaleuca alternifolia, der australische Teebaum.1 Seine Blätter nutzten schon die Aborigines, und als Öl wird er in Australien seit fast einem Jahrhundert verwendet, traditionell vor allem für die Haut.1
Gewonnen wird das Öl aus den Blättern und Zweigspitzen, und zwar durch Wasserdampfdestillation.1 Das klingt nach Labor, ist im Prinzip aber recht anschaulich. Heißer Dampf zieht durch das Pflanzenmaterial und nimmt das flüchtige Öl mit. Anschließend kühlt der Dampf ab, wird wieder flüssig, und das Öl lässt sich vom Wasser trennen.10 Was am Ende in deiner Flasche landet, ist also der flüchtige, duftende Teil der Pflanze.
Spannend wird es beim Blick auf die Inhaltsstoffe. Für Teebaumöl gibt es eine internationale Norm, die ISO 4730. Sie legt fest, in welchen Spannen die einzelnen Bestandteile vorkommen dürfen.11 Den größten Anteil hat ein Stoff mit dem etwas sperrigen Namen Terpinen-4-ol: Er macht 35 bis 48 % des Öls aus. Ich gebe zu, ich musste den Namen anfangs ein paarmal lesen, bevor er hängen blieb.
Daneben enthält das Öl unter anderem Gamma-Terpinen und weitere Bausteine mit ähnlich komplizierten Namen.11 Ein Bestandteil hat eine klare Obergrenze: 1,8-Cineol darf höchstens 10 % ausmachen. Du musst dir diese Zahlen nicht merken. Gutes Teebaumöl folgt einem festen Profil, und Terpinen-4-ol ist sein Herzstück. Woran du das beim Kauf erkennst, zeige ich dir weiter unten bei der Qualität.
Gut zu wissen: Tea Tree Oil, Melaleuca-Öl und Teebaumöl sind ein und dasselbe Öl. Die Norm führt es unter dem Namen „Essential oil of Melaleuca, terpinen-4-ol type“, in Klammern steht „Oil of tea tree“.11 Auf dem Etikett hilft dir deshalb der botanische Name Melaleuca alternifolia weiter. Die EU-Monographie lässt neben ihm auch eng verwandte Arten wie Melaleuca linariifolia zu.16
Wie wirkt Teebaumöl? Was die Forschung zeigt
Petrischale, Nährboden, ein paar Tropfen Öl: So sieht ein großer Teil der Forschung zur Wirkung von Teebaumöl aus. Eine viel zitierte Übersichtsarbeit hat diese Ergebnisse gesammelt. Sie beschreibt antimikrobielle Eigenschaften, also eine hemmende Wirkung auf Bakterien, Pilze und Viren, dazu entzündungshemmende Effekte.1 Viele dieser Befunde stammen aus Laborversuchen. Für mich ist das ein spannender Ausgangspunkt, aber was im Reagenzglas passiert, lässt sich nicht eins zu eins auf deine Haut übertragen.
Interessanter finde ich deshalb die Studien mit echten Menschen. Ich habe mir die vier wichtigsten genauer angesehen, mit einer Tasse Tee und mehr Geduld als gedacht.
Akne: langsamer, dafür hautfreundlicher
In einer Studie mit 124 Menschen mit leichter bis mittelschwerer Akne trat ein Gel mit Teebaumöl gegen eine Lotion mit Benzoylperoxid an.3 In beiden Gruppen gingen entzündete und nicht entzündete Pickel deutlich zurück. Das Teebaumöl-Gel brauchte länger, verursachte dafür aber weniger Nebenwirkungen.
Fußpilz: klarer Unterschied zum Placebo
158 Menschen mit Pilz zwischen den Zehen trugen vier Wochen lang zweimal täglich eine Teebaumöl-Lösung oder ein Placebo auf.6 In den beiden Teebaumöl-Gruppen besserte sich der Befund bei 72 und 68 % deutlich, in der Placebogruppe bei 39 %. In einer der Teebaumöl-Gruppen war der Pilz bei 64 % auch im Labor nicht mehr nachweisbar, mit Placebo bei 31 %. Vier Personen bekamen eine stärkere Hautentzündung, die nach dem Absetzen rasch abklang.
Schuppen: ein Shampoo im Test
In einer placebokontrollierten Studie wuschen 126 Personen ab 14 Jahren vier Wochen lang täglich mit einem Teebaumöl-Shampoo oder einem Placebo-Shampoo.8 Der Schuppenwert sank mit Teebaumöl von 91,0 auf 53,0, mit Placebo nur von 99,7 auf 88,2. Auch Juckreiz und fettige Kopfhaut besserten sich, schwere Nebenwirkungen traten nicht auf.
Nagelpilz: ähnlich wie ein Antipilzmittel
In einer Studie mit 117 Menschen wurde Teebaumöl sechs Monate lang mit dem Pilzmittel Clotrimazol verglichen.7 Das Nagelbild besserte sich in beiden Gruppen ähnlich oft, bei 60 und 61 %. Ganz pilzfrei waren in der Laborprobe aber nur 18 % mit Teebaumöl und 11 % mit Clotrimazol. Drei Monate nach dem Ende berichtete etwa die Hälfte jeder Gruppe von einer anhaltenden Besserung. Die Autoren betonen, dass Nagelpilz bei allen Behandlungen häufig wiederkommt.
Die Mengen in diesen Studien gehören zum Aufbau der Forschung. Für deine eigene Mischung gilt die Faustregel, die du gleich bei der Anwendung findest.6, 7
Und was sagt die EU?
Die Europäische Arzneimittelagentur führt Teebaumöl mit einer eigenen Monographie, einer Art offiziellem Steckbrief, und stützt sich dabei auf die lange Tradition des Öls auf der Haut.2 Veröffentlicht wurde sie 2015, ein Nachtrag zum Bewertungsbericht folgte 2023. Laut PTAheute wird die Monographie derzeit überarbeitet.15 Ich bin gespannt, was dabei herauskommt.
Teebaumöl richtig anwenden
Wie wendet man Teebaumöl auf der Haut an? Mit ein paar einfachen Handgriffen, die schnell zur Gewohnheit werden.
Erst testen
Ein neues Öl lernst du am besten erst einmal im Kleinen kennen. Gib beim ersten Mal etwas verdünnte Mischung auf die Außenseite deines Unterarms.12 Bleibt die Haut dort ruhig und entspannt, kann es losgehen.
Auf der Haut: immer verdünnt
Auf der Haut kommt Teebaumöl in ein Trägeröl, zum Beispiel Mandel- oder Jojobaöl.4 Für Erwachsene gibt es eine einfache Faustregel: Für große Flächen und Massagen gilt 1 % als gut verträgliche Konzentration, für eine kleine Stelle darfst du bis etwa 3 % gehen.13 Für einen Mückenstich oder eine kleine Schramme rührst du dir also nur eine Mini-Menge an und tupfst sie mit einem Wattestäbchen auf. So bleibt der Rest im Fläschchen sauber. Wie viele Tropfen das für deine Flasche sind, rechnet dir der Rechner in meinem Beitrag Teebaumöl verdünnen mit Trägeröl aus.
Im Gesicht
Im Gesicht darf es noch eine Spur zarter zugehen. Die EU stuft in einer Gesichtscreme höchstens 0,1 % Teebaumöl als sicher ein, in einer Gesichtsreinigung 1 %.5 Für Teebaumöl im Gesicht wählst du deshalb am besten ein fertig formuliertes Pflegeprodukt, dort ist die Menge schon passend abgestimmt.
Für Kopfhaut und Haare
Am bequemsten pflegst du deine Kopfhaut mit einem fertigen Shampoo, in dem Teebaumöl schon drinsteckt. In Shampoos hält die EU bis 2 % für sicher, vorausgesetzt, das Öl entspricht der ISO-Norm.5 Auch in der Schuppen-Studie von oben kam ein fertiges Shampoo zum Einsatz.8 Mehr Tipps rund ums Haarewaschen findest du unter Teebaumöl für die Kopfhaut.
Im Bad und als Raumduft
Für Teebaumöl im Bad gilt: Öl und Badewasser mögen sich nicht besonders. Das Öl löst sich nicht und schwimmt als Film oben.13 Verrühr es deshalb vorher in ein paar Esslöffeln Vollmilch oder Badesalz und gib die Mischung direkt vor dem Einsteigen ins Wasser.
Als Raumduft reicht wenig, denn der herbe Duft füllt einen Raum schnell. Ich mag ihn an grauen Regennachmittagen im Arbeitszimmer, wenn die Luft ein bisschen Frische vertragen kann. Haustiere schickst du vorher aus dem Zimmer, Katzen reagieren besonders empfindlich.19 Mehr dazu liest du bei Teebaumöl und Katzen.
Deine Checkliste
- Probe am Unterarm machen und das Öl in Ruhe kennenlernen.
- Für die Haut mit Trägeröl mischen: großflächig 1 %, kleine Stelle bis etwa 3 %.13
- Fürs Gesicht und die Kopfhaut zu fertiger Pflege greifen.
- Fürs Bad vorher in Vollmilch oder Badesalz verrühren.
Sicher anwenden: Allergie, Kinder, Schwangerschaft und Haustiere
Teebaumöl ist ein kräftiger Klassiker, und mit ein paar Handgriffen bleibt es das auch für dich. Diese Regeln gehören für mich zum Öl dazu wie der Deckel zur Flasche.
Fang bei deiner Haut an. Zu den möglichen Nebenwirkungen von Teebaumöl zählen Hautreaktionen wie Brennen, Juckreiz oder Rötung.2 Außerdem ist es als Kontaktallergen bekannt, manche Menschen entwickeln also mit der Zeit eine Allergie darauf.14 Die EU stuft es als mäßiges Kontaktallergen ein.5 Reagierst du schon auf Kolophonium, also Geigenharz, lässt du Teebaumöl ganz weg.15, 16 Augen und Ohren bleiben ebenfalls tabu.16 Altes oder falsch gelagertes Öl reizt leichter, richtig gelagert bleibt es gut verträglich.14
Teebaumöl ist nicht zum Einnehmen gedacht, Vergiftungsfälle nach dem Schlucken sind beschrieben.17 Mehr dazu liest du im Beitrag Teebaumöl einnehmen.
Bei Kindern gilt eine klare Grenze: Arzneimittel mit Teebaumöl sind erst ab zwölf Jahren vorgesehen.2 Stell das Fläschchen hoch und außer Reichweite.18 Bei uns steht der Holzkasten oben im Regal, wo auch mein Zehnjähriger ohne Stuhl nicht hinkommt.
In Schwangerschaft und Stillzeit ist die Sicherheit nicht belegt, die Anwendung wird dort nicht empfohlen.16 Deine Hebamme oder Ärztin berät dich gern zu Alternativen.
Katzen reagieren empfindlicher als Menschen, weil sie die Inhaltsstoffe kaum abbauen und beim Putzen zusätzlich Öl aufnehmen.19, 20 Mehr dazu in Teebaumöl und Katzen, für Hunde in Teebaumöl und Hunde.
Im Notfall: Bei Atemnot, Krämpfen oder Bewusstseinsveränderung ruf sofort die 112. Hat jemand Teebaumöl geschluckt, berät dich ein Giftinformationszentrum telefonisch.18
Gute Qualität erkennen und richtig lagern
Im Drogerieregal stehen oft mehrere Teebaumöle nebeneinander, und auf den ersten Blick sehen sie alle gleich aus. Der Unterschied steckt im Kleingedruckten. Dreh die Flasche ruhig einmal um und lies das Etikett, bevor du zugreifst.
Darauf achtest du beim Kauf
- Auf der Flasche steht der botanische Name Melaleuca alternifolia.11
- Ein Hinweis auf die ISO 4730 oder den Terpinen-4-ol-Typ zeigt dir, dass das Öl dem festgelegten Profil folgt.11
- Laut PTAheute ist pharmazeutische Qualität die empfohlene Wahl.15
- Braunes, lichtschützendes Glas hält Licht vom Öl fern.10
Welche Punkte beim Kauf sonst noch eine Rolle spielen, habe ich dir im Beitrag Teebaumöl kaufen: worauf es ankommt zusammengestellt.
Zu Hause geht es dann ums Lagern. Luft, Licht und Wärme lassen das Öl mit der Zeit altern, gut gelagert bleibt es angenehm verträglich.10, 14 Schraub den Deckel nach jedem Gebrauch gleich wieder fest zu und stell die Flasche an einen kühlen, dunklen Platz.10 Die Fensterbank in der Sonne oder das Regal über der Heizung sind für Teebaumöl kein gutes Zuhause.
Ätherische Öle bleiben in gut gefüllten Behältern am liebsten, weil dann wenig Luft über dem Öl steht.10 Zwei kleine Fläschchen nacheinander sind mir deshalb lieber als eine große, die ewig im Schrank wartet. Meine Öle wohnen in einem Holzkasten mit Deckel. Darin ist es schön dunkel, und beim Aufklappen sehe ich sofort, welche Flasche als Nächstes nachgekauft werden muss.
Häufige Fragen zu Teebaumöl
Kann ich Teebaumöl direkt auf die Haut auftragen?
Nein, auf die Haut kommt Teebaumöl verdünnt. So machen es auch Apotheke und Kosmetik: Dort stecken ätherische Öle in der Regel stark verdünnt in den Produkten, und das Bundesinstitut für Risikobewertung rät davon ab, Teebaumöl unverdünnt anzubieten.21 Die passende Tropfenzahl findest du im Beitrag Teebaumöl richtig verdünnen.
Wann sollte man Teebaumöl nicht anwenden?
Lass es weg, wenn du auf Teebaumöl oder Kolophonium allergisch reagierst, wenn du schwanger bist oder stillst, und bei Kindern unter zwölf Jahren.2, 16 Augen und Ohren sind ebenfalls nicht der richtige Ort. Mehr dazu steht oben im Abschnitt Sicher anwenden.
Kann man Nagelpilz mit Teebaumöl behandeln?
Begleitend kannst du es ausprobieren: In einer Studie besserte sich das Nagelbild ähnlich oft wie mit dem Antipilzmittel Clotrimazol, ganz pilzfrei wurden in beiden Gruppen aber nur wenige (18 gegenüber 11 %).7 Lass einen veränderten Nagel zuerst ärztlich ansehen und nutz Teebaumöl dann verdünnt als Begleitung. Wie das geht, liest du unter Teebaumöl bei Nagelpilz.
Hilft Teebaumöl bei Gelenkschmerzen?
Gelenkschmerzen gehören nicht zu den Anwendungen, die die EU für Teebaumöl aufführt.2 Das Öl ist für kleine, oberflächliche Stellen auf der Haut gedacht. Schmerzen deine Gelenke länger, ist die Hausarztpraxis die richtige Adresse.
Hilft Teebaumöl gegen Krätze?
Nein, Teebaumöl ist kein Mittel gegen Krätze. Die Hauterkrankung ist ansteckend und wird in der Regel mit einer Permethrin-Creme behandelt, oft gemeinsam mit engen Kontaktpersonen.9 Hast du einen Verdacht, ruf am besten gleich in der Arztpraxis an.
Trocknet Teebaumöl die Haut aus?
Deine Haut kann auf Teebaumöl reagieren, zum Beispiel mit Brennen, Juckreiz oder Rötung.2 Gut verdünnt fühlt sich die Anwendung angenehmer an.21 Meldet sich deine Haut trotzdem, hör einfach auf und gönn ihr eine Pause. Bleibt die Stelle gereizt, frag in der Apotheke nach.
Wie lange ist Teebaumöl haltbar?
Die Haltbarkeit von Teebaumöl hängt vor allem davon ab, wie du es lagerst. Sauerstoff, Licht und Wärme lassen es altern, und gealtertes Öl verträgt die Haut schlechter.14 Dunkel, kühl und gut verschlossen bleibt es lange angenehm, wie du es am besten aufbewahrst, steht oben bei der Lagerung.
Fazit: ein kleines Fläschchen mit viel Charakter
Teebaumöl ist ein Klassiker mit Charakter, und hinter seinem herben Duft steckt mehr Forschung, als viele vermuten. Für Pickel, Fußpilz und Schuppen gibt es Studien mit echten Menschen, für kleine Wunden und Insektenstiche eine lange, von der EU anerkannte Tradition.2
Gut verdünnt und richtig gelagert macht es dir lange Freude. Für dein ganz persönliches Anliegen warten die Spezialbeiträge aus der Tabelle auf dich. Lust auf noch mehr Düfte? Dann stöber in den ätherischen Ölen im Überblick.
Quellen
- ISO 4730:2017 Essential oil of Melaleuca, terpinen-4-ol type (Abschnitt 3.1); Carson CF, Hammer KA, Riley TV (2006): Melaleuca alternifolia (Tea Tree) oil: a review of antimicrobial and other medicinal properties. Clinical Microbiology Reviews 19(1): 50–62; Apotheken Umschau: Teebaum (Melzer M, geprüft Ballwieser D, 14.11.2016). doi.org
- Europäische Arzneimittelagentur (EMA): Melaleucae aetheroleum – herbal medicinal product (Monographie EMA/HMPC/320930/2012). ema.europa.eu
- Bassett IB et al. (1990): A comparative study of tea-tree oil versus benzoylperoxide in the treatment of acne. Medical Journal of Australia 153(8): 455–458. doi.org
- Mayo Clinic: Essential Oils – Aromatherapy Safety, Patienteninformation MC5574-120 (Revision 09/2018). mayo.edu (PDF)
- Scientific Committee on Consumer Safety (SCCS): Scientific Opinion on Tea Tree Oil, SCCS/1681/25, angenommen 30.10.2025, veröffentlicht 14.11.2025. health.ec.europa.eu
- Satchell AC et al. (2002): Treatment of interdigital tinea pedis with 25% and 50% tea tree oil solution. Australasian Journal of Dermatology 43(3): 175–178. ovid.com
- Buck DS, Nidorf DM, Addino JG (1994): Comparison of two topical preparations for the treatment of onychomycosis: Melaleuca alternifolia (tea tree) oil and clotrimazole. Journal of Family Practice 38(6): 601–605. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
- Satchell AC, Saurajen A, Bell C, Barnetson RS (2002): Treatment of dandruff with 5% tea tree oil shampoo. Journal of the American Academy of Dermatology 47(6): 852–855; Zusammenfassung in American Family Physician 2003; 67(9): 1985. pubmed.ncbi.nlm.nih.gov
- Pharmazeutische Zeitung: Permethrin als erste Wahl (Gensthaler BM, 15.04.2021). pharmazeutische-zeitung.de
- Europäisches Direktorat für die Qualität von Arzneimitteln (EDQM, Europarat): Guidance on Essential Oils in Cosmetic Products, 2. Auflage 2024, S. 6–7 und 17–19. PDF
- ISO 4730:2017 Essential oil of Melaleuca, terpinen-4-ol type (Oil of tea tree), Tabelle 2 (chromatografisches Profil). colostate.edu (PDF)
- University of Minnesota, Taking Charge: Integrating Aromatherapy into Your Lifespan and Survivorship Journey (Anderson M, Voss ME; fachlich geprüft 09.09.2025). umn.edu
- University of Minnesota, Earl E. Bakken Center for Spirituality & Healing (Taking Charge of Your Wellbeing): How Do I Choose and Use Essential Oils? (Beitrag Linda Halcón, Review Kate Maher; ohne Datum). umn.edu
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Verwendung von unverdünntem Teebaumöl als kosmetisches Mittel, Stellungnahme vom 01.09.2003. bfr.bund.de (PDF)
- PTAheute: Ist Teebaumöl schädlich? (30.01.2023). ptaheute.de
- EMA/HMPC: European Union herbal monograph on Melaleuca alternifolia … aetheroleum, EMA/HMPC/320930/2012, Abschnitte 4.3, 4.4, 4.6, 4.8, 6. ema.europa.eu (PDF)
- BfR (01.09.2003); Verbraucherzentrale: Wie gefährlich ist Teebaumöl? (Stand 27.08.2025); PTAheute (30.01.2023). verbraucherzentrale.de
- BfR: Ätherische Öle – duftende Wirkungen mit Einschränkungen (Stand 02.09.2026); BfR: Fragen und Antworten zur Anwendung von ätherischen Ölen (28.02.2008). bfr.bund.de
- BfR: Teebaumölprodukte zur Fellpflege von Katzen nicht ausnahmslos geeignet, Information Nr. 029/2007 vom 14.09.2007. bfr.bund.de (PDF)
- Benson K (Pet Poison Helpline), Peer-Review Brutlag A: Toxicoses From Essential Oils in Animals. Merck Veterinary Manual, Stand März 2025. merckvetmanual.com
- Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR): Fragen und Antworten zur Anwendung von ätherischen Ölen, 28.02.2008. bfr.bund.de

